Das ENACT-Projekt (Easy-to-Understand News for Collaborative Transformation), eine europäische Initiative, die vom Programm Kreatives Europa kofinanziert wird, startete am 1. Dezember 2024.
Partner aus Österreich, Katalonien, Italien, Lettland und Slowenien beteiligen sich an dem Projekt, dessen Ziel es ist, Nachrichten im Internet, im Radio und im Fernsehen inklusiver und verständlicher zu gestalten.
Unter der Leitung von RTV Slovenija und mit Unterstützung von Partnern aus Österreich (Österreichischer Rundfunk, ORF), Katalonien (Universitat Autònoma de Barcelona, UAB; Corporació Catalana de Mitjans Audiovisuals, CCMA), Italien (Uniamoci APS) und Lettland (Latvijas Radio) entwickelt das Projekt Instrumente zur Überwindung sprachlicher, kultureller und gesellschaftlicher Barrieren und zur Bereitstellung barrierefreier Medien. Das Kick-off-Meeting fand am 17. Dezember in Wien statt. Die Partner überarbeiteten kurz- und langfristige Ziele sowie Strategien zur Weiterbildung von Medienfachleuten und zur Steigerung der Nutzerbeteiligung. Die UAB beteiligt sich am Projekt durch die Forschungsgruppe TransMedia Catalonia unter der Leitung von Professorin Anna Matamala am Institut für Übersetzen, Dolmetschen und Ostasienwissenschaften.
Das ENACT-Projekt konzentriert sich auf Barrierefreiheit und Medienkompetenz
Das ENACT-Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und verfolgt drei Hauptziele. Es soll Medienschaffenden durch Schulungen und Austauschprogramme helfen, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Darüber hinaus sollen Leitlinien für eine verständliche Sprache in den Medien entwickelt werden. Schließlich konzentriert sich das Projekt auf die Förderung der Medienkompetenz durch die Einbindung unterrepräsentierter Gruppen, darunter Menschen mit Behinderungen und Sprachlernende. Mit diesen Initiativen trägt ENACT zu einer inklusiveren und barrierefreien Medienlandschaft in ganz Europa bei.
„Das ENACT-Projekt stellt einen bedeutenden Fortschritt für den europäischen Journalismus dar. Inklusion und Barrierefreiheit stehen bei gleichzeitiger Wahrung von Qualität und Zuverlässigkeit im Vordergrund“, sagte Veronika Rot, Projektkoordinatorin von RTV Slovenija. „Beim Kick-off-Meeting in Wien bekräftigten die Partner ihr Engagement, Nachrichten einem breiteren Publikum zugänglicher und verständlicher zu machen“, fügte sie hinzu.

